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Das sind die Gewinnerinnen von Clevermobil

Im Unterrichtsmodul Clevermobil lernten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Grenchen während der Projektwoche vom 26. bis 30. September 2022, wie sie in der Zukunft nachhaltig und effizient mobil sein können. Die zwei besten Präsentationen einer solchen Mobilitätslösung wurden nun ausgezeichnet.

Die Freude war gross bei den sechs Schülerinnen, die nach den Herbstferien für ihre Präsentationen einer nachhaltigen und clever kombinierten Mobilitätslösung ausgezeichnet wurden. Mit den kreativen Designs der Powerpointpräsentationen, der Kombination ihrer vorgegebenen und selbstgewählten Verkehrsmittel sowie der Schilderung ihrer Mobilitätslösung erreichten Sie im Beurteilungsraster die höchste Punktzahl. Sie demonstrierten, dass sie die Idee einer nachhaltigen und geteilten Mobilität verstanden hatten und in ihrem zukünftigen Arbeitsalltag umsetzen könnten. Weiter bestachen ihre Präsentationen durch eine sorgfältige Reflexion der Vor -und Nachteile ihrer Mobilitätslösung. Die sechs Gewinnerinnen erhielten für ihre tolle Leistung einen GVG-Gutschein im Wert von Fr. 20.00, eine Auswahl von Geschenken (Notizblock, Turnsäckli, Thermotasse, etc.), gesponsert von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), und eine so!mobil-Auszeichnung. so!mobil gratuliert den Schülerinnen ganz herzlich und wünscht ihnen viel Freude mit ihrem Gewinn!

Die Energiestadt Grenchen unterstützt das Unterrichtsmodul Clevermobil von so!mobil. Das Angebot kann auch für die Mittelstufe (2.Zyklus) gebucht werden. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler in einer animierten Doppellektion mit einem externen Fachpädagogen das Grundgerüst, um clever mobil zu werden.

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Clever mobil unterwegs in der Zukunft

Wie kombiniere und nutze ich Verkehrsmittel möglichst nachhaltig und clever, um meinen zukünftigen Arbeitsalltag zu bewältigen? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Grenchen im Workshop «Clevermobil» von so!mobil nach.

Während der Projektwoche vom 26. bis 30. September 2022 beschäftigten sich sieben Oberstufenklassen der Energiestadt Grenchen im Unterrichtsmodul Clevermobil mit nachhaltiger und klimaschonender Mobilität. Den Auftakt machte Thomas Sauter-Servaes der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) am Montagnachmittag mit einem spannenden Vortrag über die Mobilität von morgen. Er hob besonders die Wichtigkeit des Teilens von Verkehrsmitteln hervor, um zukünftig klimafreundlicher und energieeffizienter unterwegs zu sein.

Das Teilen von Mobilitätsmitteln war ein wichtiger Bestandteil der darauffolgenden Workshops. Durch eine kurze Einführung in die Entwicklung der Mobilität von gestern bis heute und das gemeinsame Erarbeiten von Vor- und Nachteilen der Mobilität für Gesellschaft und Umwelt lernten die Jugendlichen die Vielfalt der Fortbewegungsmittel im Kanton Solothurn kennen.

Ziel des Unterrichtmoduls war das Erarbeiten und Präsentieren einer Mobilitätslösung, um möglichst nachhaltig und effizient den Arbeitsalltag zu bewältigen. Dafür erhielten die Schülerinnen und Schüler ein bestimmtes Mobilitätsmittel zugewiesen, wie zum Beispiel das Cargo-Bike, E-Trottinett, oder Selbstfahrende Fahrzeuge. Dieses mussten sie in ihre Mobilitätslösung integrieren. Mit viel Fantasie gestalteten die Schülerinnen und Schüler während zwei Lektionen farbenfrohe Poster und graphisch-hochwertige PowerPoint-Präsentationen, in denen sie ihr Mobilitätslösung für den zukünftigen Arbeitsweg präsentierten.

Der Unterricht Clevermobil für den Zyklus 3 ist ein Angebot von so!mobil und wir von der Energiestadt Grenchen unterstützt. Die vier Lektionen können von allen Schulen im Kanton Solothurn gebucht werden.

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Preisverleihung Walk to School Schulhaus Eichholz

Vom 5. bis 16. September 2022 nahm das Schulhaus Eichholz an der Aktion Walk to School des VCS Verkehrs-Club der Schweiz teil. Während dieser zwei Wochen gingen die Schülerinnen und Schüler zu Fuss zur Schule. Dabei sammelten sie fleissig Kilometer und Punkte. Die sieben Klassen mit den meisten Punkten gewannen einen Extrapreis von so!mobil.

Bereits zum siebten Mal machte das Schulhaus Eichholz bei der Aktion «Walk to School» des VCS mit. Siebzehn Klassen mit 343 Primarschülerinnen – und schüler nahmen ihren Schulweg während zwei Wochen unter die Füsse und sammelten dabei Kilometer und Punkte, um die begehrten Extrapreise von so!mobil zu gewinnen. Mit jedem Tag, den ein Kind zu Fuss zur Schule ging, konnte es einen Punkt für seine Klasse sammeln. Die Klasse 6e erreichte von allen Klassen die höchste Punktzahl und sicherte sich damit den ersten Platz knapp vor den Klassen 4c und 4d. Auf dem dritten Rang platzierte sich die 1d, was sehr eindrücklich aufzeigt, dass selbstständiges zur Schule gehen nicht abhängig vom Alter des Kindes ist. Den vierten Rang erreichten die Klassen 2c, 3c und 1e. so!mobil gratuliert den Gewinnerklassen herzlich zu ihren wohlverdienten Preisen!

Eine Tatsache beeindruckte die Schülerinnen und Schüler besonders stark. Der durchschnittliche Schulweg eines Kindes in Grenchen ist circa 1 Kilometer lang. Während einem Schuljahr ist somit jede Schülerin und jeder Schüler etwa 100 Stunden unterwegs und legt eine Strecke von 500 Kilometer zurück. Dies entspricht der Distanz von Grenchen nach Paris.

Förderung der sozialen und körperlichen Entwicklung der Kinder

Den Schulweg zu Fuss zu gehen ist demnach besonders wichtig für die soziale und körperliche Entwicklung eines Kindes. Sie lernen
korrektes Verkehrsverhalten, pflegen Freundschaften, entdecken ihre Umgebung und gewinnen ein Stück Freiheit. Sie werden selbstständiger und übernehmen Eigenverantwortung. Zudem fördert das zu Fuss gehen die Gesundheit der Kinder. „Wenn man
zu Fuss in die Schule geht, ist man nicht mehr so müde», sagten die Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung, «Man kann sich in der Schule besser konzentrieren.» Durch die allmorgendliche Bewegung an der frischen Luft werden sie leistungsfähiger und beugen gesundheitlichen Problemen vor. Zudem leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: «Es gibt keine CO2 Emissionen. Das ist gut fürs Klima», meinen die Schülerinnen und Schüler, «Wir sparen Energie».



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Nie mehr platte Reifen – dank der öffentlichen Veloservice- und Pumpstationen in Grenchen

Die Energiestadt Grenchen installierte dieses Jahr zwei öffentliche Veloservice- und Pumpstationen. Lenja Heusser eröffnete die Velopumpstation mit Toolboard beim Schwimmbad.

Wer kennt dies nicht: Mal kurz ins Schwimmbad, um eine Abkühlung zu geniessen und zurück beim Velo mit Schrecken einen platten Reifen entdecken. Dieses lästige Problem gehört nun der Vergangenheit an. Die Energiestadt Grenchen installierte unter dem laufendem Sharing-Projekt «smart!mobil» zwei öffentliche Velopumpstationen. Eine steht auf dem Zytplatz und die zweite befindet sich neben dem Eingang zum Schwimmbad. Letztere verfügt zusätzlich über ein Toolboard mit Werkzeug für kleinere Reparaturen. «Ich finde es super, dass es hier ein Toolboard hat. Gerade wenn ich einmal ein Problem mit dem Velo habe, ist das sehr praktisch. Ein Toolboard gibt es ja nicht überall», freut sich Lenja Heusser bei der Einweihung der Velopumpstation. Zusammen mit verschiedenen Persönlichkeiten aus Politik und Sport setzt sie sich als Botschafterin und Mitglied des Patronatskomitees für die Nutzung der smart!mobil-Angebote in Grenchen ein.

Clever unterwegs mit smart!mobil

Die Anschaffung der Velopumpen und des Toolboards erfolgte im Rahmen des zweijährigen Projekts smart!mobil der Energiestädte Grenchen, Solothurn, Olten, Zuchwil und der RegionThal. Mit dem Projekt sollen umweltgerechte Mobilitätsformen und diverse Sharing-Angebote, wie beispielsweise das carvelo2go und Mitfahrplattformen gemeinsam kommuniziert und bekannter gemacht werden. smart!mobil gewann im Frühling 2020 die Smart City Innovation Challenge und wird vom Programm EnergieSchweiz des Bundesamts für Energie unterstützt.



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Clean-Up Day – Grosse Aufräumaktion in Grenchen

Mehr als 220 Personen befreiten am Wochenende öffentliche Flächen von Littering. Der Fokus lag dieses Jahr auf den Spielplätzen. Zwei musikalische Beiträge mit Trommeln aus Abfall sorgten für eine festliche Stimmung.

Nach ihrer Tour durch die Quartiere und Naherholungsgebiete der Stadt trugen die Teams viele Säcke voller Abfall auf den Marktplatz und befüllten damit die bereitgestellte Mulde und die Sammelbehälter für Plastik, Alu, PET, Karton, Batterien und Glas. Dabei fischten sie auch einen ungeöffneten Liter Milch aus einer Blumenrabatte, ein Fahrrad aus einem Brunnen und einen Bobbycar aus dem Graben.

Eine Zuschauerin konnte sich nicht erklären, warum sich Privatpersonen für den Abfall anderer Leute verantwortlich fühlen. „Es geht nicht anders“, erklärte eine Teilnehmerin. Weder die Umwelt noch die Stadtkasse verkraften die wachsenden Litteringmengen. Es tut aber auch einfach gut, mit anzupacken und etwas Konkretes zu tun. So meinte eine achtjährige Teilnehmerin beim Einsammeln unzähliger Zigarettenstummel: „Heute tun wir der Welt etwas Gutes“.

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Freiwillig gegen Littering: Raumpaten machen Grenchen sauber

Im Frühling 2021 startete das Grenchner Raumpatenschafts-Projekt mit drei Raumpatinnen und Raumpaten. Ein Jahr später stehen siebenmal mehr Raumpaten im Einsatz. Werkhof und Raumpate der ersten Stunde sind sich einig: Die Situation hat sich klar verbessert.

2020 hat sich die Energiestadt Grenchen zum ersten Mal mit verschiedenen Aufräum-Aktionen am nationalen IGSU Clean-Up-Day beteiligt. Das Engagement der Bevölkerung war so gross, dass die Stadt den Schwung für weitere Projekte nutzen wollte. «Wir haben über die IG saubere Umwelt (IGSU) von der Möglichkeit erfahren, ein eigenes Raumpatenschafts-Projekt durchzuführen und waren begeistert von dieser Idee», erinnert sich Sandra Marek, Sachbearbeiterin Stadtplanung und Energiestadtkoordinatorin der Stadt Grenchen. Im Februar 2021 wurde das Projekt öffentlich lanciert und es wurden Raumpatinnen und Raumpaten gesucht, die freiwillig ein bestimmtes Gebiet in Grenchen regelmässig von Littering befreien. «Wir haben schliesslich mit drei Raumpatinnen und Raumpaten gestartet», so Marek, die das Projekt zusammen mit Xenia Hediger und Angela Kummer leitet. «Ein Jahr später engagieren sich bereits 21 Raumpaten für 26 Gebiete», freut sie sich. Unter den Raumpaten finden sich Jugendliche, Senioren, Familien, Schulen, Vereine und Unternehmen wie das Kultur-Historische Museum oder die VEBO Genossenschaft Grenchen. «Es ist beeindruckend, wie schnell und wie professionell die Stadt Grenchen dieses Projekt aufgegleist hat», findet IGSU-Geschäftsleiterin Nora Steimer. «Ich hoffe, ihr Engagement inspiriert weitere Städte und Gemeinden zur Umsetzung eines eigenen Raumpatenschafts-Projekts.»

Engagement für Grenchen und die Umwelt
Raumpate der ersten Stunde ist Rolf Schnyder. Der 50-Jährige suchte mit seiner Frau Priska nach einer Möglichkeit, sich für Grenchen und die Umwelt zu engagieren und stiess dabei in der Zeitung auf den Raumpaten-Aufruf der Stadt. «Wir arbeiten beide Teilzeit, und da unsere drei Kinder nicht mehr rund um die Uhr betreut werden müssen, können wir unsere Zeit auch wieder anderem widmen», erklärt Schnyder. Dem SBB-Mitarbeiter liegt die Natur am Herzen: Er ist auch privat konsequent mit den ÖV unterwegs und besitzt kein Auto. Also haben seine Frau und er eine Route durch ihr Quartier definiert, die von ihrer Wohnung einem Schulweg entlang und zurück zu ihrem Haus führt. «Am liebsten sind wir zu zweit unterwegs», so Schnyder. «Allerdings hat das Littering im Winter etwas nachgelassen, weshalb wir nicht mehr so regelmässig auf Aufräum-Tour waren wie letzten Sommer.» Wenn er zu Fuss in der Stadt unterwegs ist, hat er aber meistens einen Sack und Handschuhe dabei, weil er dort fast immer irgendwo auf Littering trifft.

Verbesserung der Littering-Situation
Doch auch in seinem Quartier gibt es Brennpunkte. Vergangenen Herbst trafen die Schnyders bei einem Parkplatz auf eine kleine Mülldeponie im Gebüsch: «Neben mehreren Dutzend Büchsen und Glasflaschen lagen dort auch Teile eines Kotflügels», ärgert sich Rolf Schnyder noch heute. Die gesammelten Abfälle nimmt er jeweils mit nach Hause und sortiert dort die recycelbaren Wertstoffe. «Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass weniger liegen bleibt, seit wir Abfall einsammeln», zieht er Bilanz. Diesen Eindruck teilt auch Sandra Marek. «Der Werkhof konnte beobachten, dass sich die Littering-Situation seither verbessert hat», freut sie sich. Um den Raumpatinnen und Raumpaten etwas zurückzugeben, lud sie im Juni 2021 zum ersten Raumpatentreffen. Rund 20 Raumpaten sind der Einladung nachgekommen und haben sich bei einem Apéro mit Mitarbeitenden des Werkhofs und der Polizei ausgetauscht. «Die Raumpaten konnten dabei Gleichgesinnte kennenlernen, Tipps austauschen und Verbesserungsvorschläge anbringen», so Marek.

Kleiner Aufwand, grosse Wirkung
Der organisatorische Aufwand für das Projekt hält sich gemäss Sandra Marek in Grenzen. «Zu Beginn musste natürlich so einiges aufgegleist werden, dank der Unterstützung von Xenia Hediger und Angela Kummer und dank hilfreicher Informationen auf der IGSU-Webseite www.raumpatenschaft.ch konnten wir das Projekt aber schnell zum Fliegen bringen», erinnert sie sich. Mittlerweile sei das Projekt ein Selbstläufer. «Die Raumpaten können sich auf der IGSU-Webseite selbst organisieren und Material wie Warnwesten oder Handschuhe bestellen. Diese Unterstützung schätzen wir sehr» Trotzdem legt sie Wert darauf, den Kontakt zu den Raumpatinnen und Raumpaten weiterzupflegen. So zum Beispiel auch am Recyclingausflug, den Grenchen am Clean-Up-Day 2021 beim IGSU-Wettbewerb gewonnen und im März 2022 mit einer Führung durch ein Entsorgungscenter eingelöst hat. Auch Rolf Schnyder schätzt solche Treffen: «Zusammen mit anderen Raumpaten und Mitarbeitenden der Stadt entstehen immer wieder neue Ideen im Kampf gegen Littering.»

Sie wollen sich als Raumpatin oder Raumpate gegen Littering engagieren oder ein eigenes Raumpatenschafts-Projekt organisieren? Informieren Sie sich unter www.raumpatenschaft.ch über Ihre Möglichkeiten und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.



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«Man kann fast nichts falsch machen» Viele Aha-Momente am Ausflug zum Thema Plastikrecycling

Am 30. März 2022 nahmen 25 gegen Littering aktive Menschen aus Grenchen zwischen 0 und 80 Jahren das Plastikrecycling im Kanton Solothurn unter die Lupe. Dabei lernten sie viel über den aktuellen Stand der Dinge und dass es mit einem Anteil von 20% recyceltem Plastik noch viel Luft nach oben gibt in der Schweiz. Je mehr Menschen Plastik sammeln, desto lokaler kann es weiterverarbeitet werden.

Das Preisgeld von 500 Franken, das die Energiestadt Grenchen für den «kreativsten Clean Up Day der Schweiz» erhalten hatte, war für einen Ausflug im Umweltbereich vorgesehen. Daher machten sich die Helferinnen und Helfer des Clean Up Days und die Raumpatinnen und Raumpaten aus Grenchen auf den Weg zur Firma Neuenschwander in Lohn, um mehr über das Plastikrecycling zu erfahren.

Was gehört in den Sammelsack?
Das Wetter hat es noch gut gemeint mit der munteren Truppe, die am Mittwoch um 14 Uhr mit ihrer Besichtigung des Entsorgungszentrums startete. Bei Neuenschwander werden alle Plastiksammelsäcke aus der Region und eben auch aus Grenchen zusammengetragen. Hier landen also liebevoll aussortierte Joghurtbecherli, Chipstüten und Tetraverpackungen. Ja, Tetraverpackungen mit ihrem Alu- und Kartonanteil gehören auch in den Sammelsack für Plastik. Sie sind sogar besonders beliebt und werden im Recyclingprozess in ihre Einzelteile zerlegt. Insgesamt kann fast alles, was nach Plastik aussieht, in den Sack gepackt werden. Dabei muss es nur löffelrein und nicht vollständig gereinigt sein. Weitere Infos zum Sammelsack:
https://www.sammelsack.ch/sammelwertstoffe.html

Sortierung mit Magneten
Die Tour durch das Recycling-Zentrum von Neuenschwander, startet beim Styropor, das vor Ort zu schweren Barren zusammengestampft und später wieder nach Bedarf aufgeschäumt wird. Auch die Sortierung der Dosensammlung beeindruckt die Gruppe. Aus zum Entsorgen deponierten Einzelteilen wurde eine Sortiermaschine vor Ort gebaut, welche mit Magneten und teilweise manuell geschieht.

Aufklärungsarbeit beim Plastikrecycling nötig
Nun aber zum Kern der Sache. Die Schweiz hinkt Frankreich, Italien und Deutschland im Plastikrecycling massiv hinterher und ist Europameister im Abfall produzieren. Dabei wäre durch entsprechende Aufklärungsarbeit und Anreize viel machbar. In Biel beispielsweise wird der Plastikrecycling Sack-monatlich in den Haushaltungen abgeholt. Und die VRG (Vorgezogene Recycling Gebühr), die in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt wird wie bei Glas und Alu, könnte auch beim Plastik viel bewirken.

Produktkreislauf des Plastiks
Die grosse Schwierigkeit liegt allerdings in der Vorstellung, dass Plastik kein Wertstoff sei, sondern als «Abfall» konzipiert wird. In diesem Konzept werden aus Erdöl Plastikprodukte zur Einmalverwendung hergestellt, die während ihres kurzen Produktkreislaufs viel CO2 Ausstoss generieren und im schlimmsten Fall während Jahren die Umwelt belasten, wenn sie nicht fachgerecht verbrannt werden. Teilweise wird argumentiert, der Weg zur Plastik-Sortieranlage in Österreich, 15 km nach der Schweizer Grenze, sei zu weit und es lohne sich daher nicht, einen Produktkreislauf anzustreben. Die Schweiz ist jedoch zu klein, um alles selbst zu machen, wie Christoph Neuenschwander erklärt. So geht auch 50% des Flaschenglases und 100% der Alusammlung ins Ausland.

Was geschieht mit Wahlplakaten?
Bei Neuenschwander lassen sich auch Abstimmungs- und Wahlplakate zum Recycling abgeben. So landen unsere Wahlplakate in vielen Fällen, nachdem alle Parteien friedlich in einem Klotz zusammengeschmolzen wurden, in der Blumentopf-Industrie und können später in der Gartenabteilung wieder eingekauft werden.

Nationales Recyclingsystem
Seit 2013 ist das Sammelsystem «BRING PLASTIC BACK» zertifiziert. Heisst es wir das Best mögliche aus dem Sammelsack rausgeholt, mit einer grossen Wertschöpfung in der Schweiz. Neuenschwander hat dies gemeinsam mit Schlunegger ab 2015 im Kanton Solothurn eingeführt. Kein Wunder, ist es für viele noch ungewöhnlich, alles, was nach Plastik aussieht in einen separaten, kostenpflichtigen Sack zu sammeln. Aber immerhin haben schon 20 Gemeinden die Metallbox, in der sie diese Säcke entgegennehmen können. Auch bei Schlunegger, sowie auf der Post in Grenchen, können die Säcke bezogen und gefüllt wieder bei Schlunegger abgegeben werden. Dadurch wird der Kehrichtsack in vielen Haushaltungen sehr viel kleiner.

Plastikrecycling spart CO2 und Erdöl ein
Mit einem Infrarotscanner und Drucklufttrennung wird das Plastikmaterial in die diversen Gruppen sortiert, zerkleinert, gewaschen, getrocknet, zu Flakes verarbeitet, geschmolzen und in Granulat verwandelt. Pro Kilogramm getrenntem Plastik kann so auf 3 Liter Erdöl verzichtet und es kann 2 kg CO2 eingespart werden.
Die Visionen sind gross. So soll der Plastikabfall das Plastikneumaterial und die Kohle ersetzen. Denn unter dem gesammelten Plastik sind auch gewisse Teile, die nicht in einen neuen Produktzyklus überführt werden können, sondern in den Schweizer Zementwerken als Kohleersatz und Ersatzbrennstoff (EBS) eingesetzt werden. 1 kg EBS spart 1.2-1.5 kg Braunkohle.

Am besten: Plastikverpackungen vermeiden
Zum Schluss der Besichtigung erhielten die Teilnehmenden je einen Abfallsack für Haushalt-Kunststoffe, damit sie das Gelernte zu Hause gleich anwenden können. Zum Geschenkset gehörte auch ein Mehrweg-Gemüsebeutel, welcher beim Einkauf von Obst und Gemüse den Einweg-Plastiksack ersetzt. Denn eins muss allen klar sein: es ist immer noch am umweltfreundlichsten, beim Einkaufen möglichst auf Plastikverpackungen zu verzichten! Christof Neuenschwanders Grundsatz: «Abfall vermeiden, vermindern, trennen, verwerten».

Weitere Littering-Raumpaten gesucht
Hier kann man sich anmelden für eine Raumpatenschaft und eine fixe Route regelmässig von Littering befreien: www.igsu.ch



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Sunnepark Grenchen – eine smarte und moderne Siedlung

Der Sunnepark Grenchen ist eine vernetzte und moderne Siedlung, in der sich die BewohnerInnen kennen und austauschen. In den Liegenschaften leben nebst Seniorinnen und Senioren auch junge Menschen und Familien, was zu einer demographischen Vielfältigkeit führt. Ziel ist es, dass unter dieser diversen Bewohnerschaft ein Austausch entsteht und somit die Möglichkeit Fahrzeuge, Gegenstände, Erfahrungen und Zeit zu teilen und / oder sich durch Fahrgemeinschaften oder Einkaufspatenschaften zu organisieren. Um diesen Austausch zu fördern und das Angebot der Siedlung auf die Bedürfnisse der Bewohnerschaft abzustimmen, haben smart!mobil gemeinsam mit dem Sunnepark Grenchen, dem SmartCity Lab Grenchen und der Energiestadt Grenchen Anfang April einen Workshop zum Thema «Gemeinsam leben und teilen im Sunnepark Grenchen» durchgeführt. Insgesamt haben 41 Bewohnerinnen und Bewohner teilgenommen und es bestand offensichtlich grosses Interesse an mehr gelebter Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft.

Im Workshop haben die Teilnehmenden drei Projektideen erarbeitet: Ein Allzweckraum / Bastekraum, Zeit- und Ressourcensharing und eine engere Zusammenarbeit mit der Seniokita in der Siedlung. Die drei Projekte werden nun auf Umsetzbarkeit und Nachfrage hin geprüft, bevor gemeinsam mit der Bewohnerschaft und der Verwaltung die weitere Planung und Umsetzung erfolgen.



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Zweiter Grenchner Clean-Up Day – Grenchen räumt auf

Am Freitag, 17. und Samstag, 18. September 2021 fand in der ganzen Schweiz der Clean-Up Day statt. An diesen Tagen sammelten Gemeinden, Schulklassen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen herumliegenden Abfall ein und leisteten damit einen aktiven Beitrag für die Lebensqualität in ihrer Gemeinde, für eine saubere Umwelt und für die Sensibilisierung für die hohen Kosten von Littering für Mensch und Umwelt.

Auch in Grenchen fanden an beiden Tagen verschiedene Sammel-Aktionen statt. Am Freitag, 17. September sammelten viele Schulklassen mit ihren Lehrpersonen herumliegenden Abfall von Parks, Strassen und Plätzen ein. Sogar die gesamte Sekundarstufe Grenchen nahm an der Aktion teil. Einige davon haben in Projektwochen die Themen Littering, Plastik und Recycling sogar noch vertieft behandelt. Auch das Netzwerk Grenchen war mit zwei Gruppen mit dabei. Und sogar die Abteilungsvorstehenden der Stadtverwaltung Grenchens liessen es sich nicht nehmen und sammelten Abfall im Gebiet des Bahnhofs Süd.

Am Samstag, 18. September, waren verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zwischen 14 und 16 Uhr in Grenchen unterwegs und befreiten ihr Quartier, Parks, Grünzonen und Strassen unter anderem von herumliegenden Aludosen, PET-Flaschen und Karton. Zahlenmässig wurden wohl am allermeisten hochgiftige Zigarettenstummel eingesammelt. Besonders in den Gebüschen kommen die Mitarbeitenden des Werkhofs und vom Stadtgrün schwieriger an die Abfälle heran und sie können jahrelang unentdeckt bleiben.

Um 16 Uhr fanden sich alle Gruppen mit insgesamt 88 Sammler*innen auf dem Marktplatz ein, wo Mulden und Container für die Entsorgung bereit standen. Angela Kummer von der SP und Xenia Hediger von den GRÜNEN bedankten sich bei den Anwesenden und wiesen auf die Möglichkeit einer Raumpatenschaft hin. Interessierte können sich bei Energiestadt-Koordinatorin Sandra Marek melden und an einem bestimmten Ort in der Stadt durch regelmässiges Abfall-Einsammeln die Sauberkeit erhöhen. Denn an einem Ort, der schon sauber aussieht, wird weniger Abfall achtlos weggeworfen.

Auf dem Marktplatz gab es auch einen Zvieri-Stand, wo sich die freiwilligen Helfenden stärken konnten. Zudem konnte man sich an verschiedenen Ständen zu Themen wie Littering, Recycling und Abfallvermeidung informieren. Für Kinder gab es Spiel- und Bastelmöglichkeiten begleitet von Sandra Loiacona von der Spielgruppe Gartenzwärgli. Am Stand des Repair Cafés wurde erklärt, wie das Repair Café Team bei der Reparatur von Geräten unterstützt und wie man schon beim Kauf eines Geräts darauf achten kann, dass es möglichst lange lebt und wenig Abfall produziert wird.

Das Organisationskomitee bedankt sich sehr herzlich bei den über 80 Sammler*innen und über 10 organisatorischen Helfer*innen und Standbetreiber*innen! Mitgeholfen haben die Schulen Grenchen, das Netzwerk Grenchen, die Abteilungsvorstehenden der Stadtverwaltung, die Pfadi Johanniter, das Wohnheim Schmelzi, Mitglieder der Moschee „Ebu Hanife“ Grenchen, Team Lindenhaus Grenchen, IGSU-Botschafter, die Literarische Gesellschaft Grenchen, das Repair Café, Vertreter der SP, der GRÜNEN, der glp, die Energiestadt Grenchen, die Spielgruppe Gartenzwärgli und viele Littering-Raumpaten und Privatpersonen. Besten Dank auch an den Werkhof Grenchen und die Firma Schlunegger für die Mulden und Container.

„Ich wünsche mir, dass die Leute sich verantwortlich fühlen für ihren Abfall, manchmal geht es nur um ein paar Schritte bis zum nächsten Mülleimer. Das Littering verursacht für die Stadt hohe und unnötige Kosten.“ Meint Energiestadt-Koordinatoren Sandra Marek.

„Wir freuen uns auf den nächsten Clean-Up-Day aber wir hoffen auch, dass er irgendwann nicht mehr nötig sein wird.“ Angela Kummer, Organisationskomitee.

„Die Leute auf der Strasse haben uns Abfall-Einsammler*innen gelobt und sich bei uns bedankt. Das ist mir beim letzten Mal weniger passiert. Der Clean-Up Day und die Raumpatenschaften werden als Teil eines gemeinsamen Einsatzes für eine schöne und saubere Stadt wahrgenommen.“ Xenia Hediger, Organisationskomitee.

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Grenchner SchülerInnen sind clever mobil unterwegs

Während der Projektwoche vom 27. September bis 1. Oktober haben sich Schülerinnen und Schüler von sieben Oberstufenklassen in Grenchen mit dem Thema Mobilität beschäftigt. Als Auftackt konnte bestehendes Mobilitätswissen in einem Quiz unter Beweis gestellt werden: «Um eine Person zu transportieren, benötigt ein Auto viel mehr Platz als ein Zug. Wie viel mehr?» Die Jugendlichen schlugen sich beeindruckend gut und konnten ihre Antworten souverän begründen.

In der anschliessenden Zukunfts-Werkstatt war dann Fantasie gefragt: Die Schülerinnen und Schüler dachten sich individuelle Lösungen für ihre zukünftige Mobilität aus. Sie wägten dazu die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Fortbewegungsarten gegeneinander ab. Entstanden sind kreative Ideen dazu, wie sie nächstes Jahr den Weg nach Solothurn in die Kantonsschule oder Berufsschule am besten bestreiten könnten. Vom E-Trottinett, Cargo-Bike, selbstfahrenden Fahrzeug bis hin zur Gondelfahrt war alles dabei. Einige Gruppen zeigten sich besonders fantasievoll und präsentierten ihre Mobilitätslösung in einem spontan inszenierten Theater, durch ein toll gestaltetes Plakat oder drehten ein kurzes Video.

«Ich weiss nun was clever mobil sein bedeutet – der Zug stösst weniger CO2 aus und kann mehr Leute auf einmal transportieren. Zukünftig sollten man mehr so unterwegs sein.» äusserte eine Schülerin einer Sek E Klasse. Schlussendlich kommt es darauf an die unterschiedlichen Verkehrsmittel clever zu kombinieren und nicht komplett auf eines zu verzichten.

Der Unterricht Clevermobil für den Zyklus 3 wird vom Programm so!mobil angeboten und von der Energiestadt Grenchen unterstützt. Die 4 Lektionen können von allen Schulen im Kanton Solothurn gebucht werden.

www.so-mobil.ch/schulen/clevermobil

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Mobilitätstag Grenchen

Am 10. Septmeber bot der Mobilitätstag in Grenchen, als Auftakt zur Europäischen Mobilitätswoche, Aktivitäten und Informationen rund um eine zukunftsgerichtete Mobilität an und stellte dieses Jahr den Aufruf „Beweg Dich und bleib gesund!“ in den Vordergrund.

Ausserdem stand der Mobilitätstag ganz im Zeichen des Themas Sharing. Die Energiestadt Grenchen hat gemeinsam mit den anderen Trägern des Programms so!mobil das Projekt smart!mobil lanciert. Sie möchte damit das Teilen von Fahrzeugen, Gegenständen und Zeit fördern. Am Mobilitätstag waren die BesucherInnen dazu eingeladen, sich Gedanken zu machen, was sie in ihrem privaten Umfeld teilen können. Denn mit dem Konzept des Sharings spart man nicht nur Zeit, Raum und Geld, sondern tut dabei auch etwas Gutes für die Umwelt.

Am diesjährigen Mobilitätstag nahmen auch 7 Schulklassen mit 130 Kindern teil. Die Aussteller haben für die SchülerInnen Posten rund um das Thema Mobilität, Bewegung und Sharing konzipiert. Mobilität – wie sie funktioniert, welche Optionen es gibt, wie Beeinträchtigte mobil sind und vieles mehr wurde an sieben Posten erlebbar gemacht. Nebst dem neusten elektrisch betriebenen Fiat 500 der Jura Garage, war so!mobil, die Feuerwehr, die BGU, Grenchen Tourismus, das blaue Kreuz, der Coiffeur Sunshine und die Power Spitex anwesend und boten ein abwechslungsreiches und spielerisches Angebot für SchülerInnen und BesucherInnen.

Organisiert wurde der Mobilitätstag von so!mobil, dem Förderprogramm der Solothurner Energiestädte.


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Im Einsatz für die Lebensqualität

Seit 2004 trägt Grenchen das Label «Energiestadt». Die Auszeichnung wird alle vier Jahre vom Trägerverein Energiestadt verliehen und steht für eine nachhaltige Energiepolitik. Wie sich Grenchen konkret engagiert, erklärt Energiestadt-Koordinatorin Sandra Marek.

Was schätzen Sie persönlich an Grenchen? 
Sandra Marek: Grenchen ist gut erschlossen und hat für alle etwas zu bieten: unter anderem ein grosses Freizeitangebot, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und ein vielseitiges kulturelles Leben. Am meisten schätze ich jedoch die grüne Umgebung mit dem Naturschutzgebiet von der Aare bis hoch auf den Grenchenberg. 

Was macht eine Stadt zur Energiestadt? 
Städte und Gemeinden, die als Energiestadt zertifiziert sind, fördern die erneuerbaren Energien und die umweltschonende Mobilität. So senken sie langfristig den Energieverbrauch und den Ausstoss von Treibhausgasen. Zu diesem Zweck wird ein Massnahmenplan für den Zeitraum von vier Jahren festgelegt. Anschliessend überprüft der Trägerverein Energiestadt bei einem Audit, wo die Gemeinde steht: Sind 50% der beschlossenen Aktivitäten realisiert oder in Angriff genommen, darf die Gemeinde das Label behalten.  

Wie schnitt Grenchen beim letzten Audit ab? 
In Grenchen fand der letzte Audit im Jahr 2020 statt. Damals erreichten wir 60,5 Prozent. Unser Ziel ist jedoch, das Ergebnis langfristig auf mehr als 75 Prozent zu steigern und somit das Label «Energiestadt Gold» zu erhalten. Das ist europaweit die höchste Auszeichnung für die Energiepolitik auf Gemeindeebene. Dieser Schritt wird jedoch noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen und lässt sich nicht bis zum nächsten Audit im Jahr 2024 umsetzen. 

Wer entscheidet über die Aktivitäten der Energiestadt Grenchen? 
Die Arbeitsgruppe «Energiestadt», die sich aus Vertretern der Stadt, der SWG, der ARA Regio Grenchen, des Busbetriebs Grenchen und Umgebung (BGU), der Bürgergemeinde und des Kantons sowie einem unabhängigen Energiestadtberater zusammensetzt. Sie diskutiert Aktivitäten und Massnahmen und begleitet deren Umsetzung. Dazu gehören Projekte rund um die Stadtentwicklung und die Energieversorgung sowie Förderprogramme und Angebote für die Bevölkerung. Derzeit richten wir die Strategie neu aus. Darauf abgestimmt werden wir neue Massnahmen aufgleisen, um unsere Ziele zu erreichen. 

Welche Projekte stehen zurzeit auf Ihrer Agenda? 
Dazu gehört etwa das Projekt «smart!mobil», das wir gemeinsam mit den Solothurner Energiestädten umsetzen. Dabei fördern wir das clevere Kombinieren und Teilen von Mobilitätsangeboten über Sharing-Oasen in Wohnquartieren und Sharing-Märkte. Weiter unterstützen wir diverse Aktionen in Schulen wie den Energieunterricht der Stiftung «Pusch – Praktischer Umweltschutz», bei dem die Kinder einen bewussten Umgang mit den Ressourcen lernen, oder «Walk-2-School» gegen das vermehrte Aufkommen von Elterntaxis. 

Wie kann sich die Grenchner Bevölkerung für mehr Nachhaltigkeit engagieren? 
Gemeinsam mit externen Partnern organisieren wir immer wieder Aktionen, bei denen das Engagement der Bevölkerung gefragt ist. Zurzeit läuft etwa das Projekt «Raumpatenschaften». Dabei übernehmen freiwillige Helferinnen und Helfer ein kleines Gebiet und befreien es von Abfall. Zusätzlich findet im September der nationale «Clean-up-Day» statt. Ob Privatpersonen, Schulklassen oder Vereine: Alle können mitmachen.  

➜ Interessieren Sie sich für eine Raumpatenschaft? Mehr erfahren

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Grenchen sucht «RaumpatInnen»

Die Stadt Grenchen führt eine neue Massnahme gegen Littering ein: Ab sofort sollen Raumpatinnen und Raumpaten für saubere Parks, Strassen, Spielplätze und Wanderwege sorgen.

«Littering stört und schadet der Umwelt. Und es kann auch Tiere und Menschen verletzen», erklärte Angela Kummer, die sich beispielsweise bereit erklärt hat, regelmässig auf dem Spielplatz im Stadtpark nach dem rechten zu sehen. Die SP-Präsidentin ist zusammen mit Xenia Hediger (Co-Präsidentin der Grünen) Initiantin der Aktion.
Sogenannte Raumpatinnen und Raumpaten übernehmen jeweils die Verantwortung für ein festgelegtes Gebiet und räumen dieses regelmässig auf. «Das kann entlang einer Quartierstrasse sein, beim Bahnhof, auf einer öffentlichen Grünfläche oder einfach nur bei einer Busstation», erklärt Kummer weiter.
Raumpatenschaftsprojekte werden bereits von mehreren Schweizer Städten und Gemeinden durchgeführt. So sammeln Schulklassen auf dem Schulweg Abfall ein, Fussballvereine übernehmen die Pflege der Sportanlage oder Einwohnerinnen und Einwohner räumen Strassenabschnitte oder rund um öffentliche Grillplätze auf.

Damit möglichst viele Gebiete abgedeckt werden können, sucht Grenchen nach Personen, Gruppen und Organisationen, die eine Raumpatenschaft übernehmen möchten. Alle können sich als Raumpaten engagieren, zum Beispiel Detailhändler, Politikerinnen und Politiker, Vereine, Schulklassen, Asylsuchende, Familien und Einzelpersonen. Mit regelmässigen Aufräum-Touren sorgen sie dafür, dass ihr Gebiet frei von Littering ist.

Text & Bild: Andreas Toggweiler