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«Mobilität für alle»

Unabhängig von körperlichen, psychischen, finanziellen oder räumlichen Voraussetzungen sollen alle aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wie eine inklusive, nachhaltige und sichere Mobilität aussieht, erlebten 153 SchülerInnen am diesjährigen Mobilitätstag in Grenchen.

Um Punkt 8 Uhr startete die erste von ingesamt acht Schulklassen den Postenlauf am diesjährigen Mobilitätstag in Grenchen. Der Mobilitätstag orientierte sich am Motto der europäischen Mobilitätswoche: «Mobilität für alle!», welche vom 16. – 22. September 2025 stattfinden wird. 153 Schülerinnen und Schüler erlebten, wie sich der Bremsweg im Gurtenschlitten anfühlt. Sie mixten alkoholfreie Getränke und lernten bei den Samaritern, wie man Erste Hilfe leisten kann. Beim Feuerwehrauto machten sie sich mit dem Toten Winkel vertraut und die BGU erklärte den Schülerinnen und Schülern die wichtigstens Sicherheitsaspekte beim Busfahren. Beim Posten zum Leben im Rollstuhl beeindruckte sie, wie viel Kraft es brauchte, eine Person im Rollstuhl in den Bus zu stossen.

Mobilitätsbedürfnisse

In einer vielfältigen Gesellschaft sind die Mobilitätsbedürfnisse sehr unterschiedlich. Von barrierefreien Zugängen zum öffentlichen Verkehr, über die zunehmende Digitalisierung bis zu erschwinglichen Ticketpreisen für Menschen mit geringem Einkommen – Mobilität hat den Anspruch, flexibel gestaltbar zu sein, um alle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Der diesjährige Mobilitätstag ging in diesem Rahmen besonders auf die Themen Inklusion und Verkehrssicherheit ein.

Mobilitätstangebote

Mit zielgruppenspezifischen Angeboten fördert die Energiestadt Grenchen eine «Mobilität für alle». Zum Beispiel findet am Dienstag, 23. September 2025 der Kurs «mobil sein&bleiben» für Seniorinnen und Senioren in Grenchen statt. Dabei lernen die Teilnehmenden in Theorie und Praxis den Billettkauf am Automaten und machen sich mit den Sicherheitsaspekten im Bus und im Strassenverkehr vertraut. Weiter steht bei Bücher Lüthy ein Cargobike von carvelo zum Mieten zur Verfügung. Dieses durften die Besucherinnen und Besucher am Mobilitätstag gratis testfahren und sich so mit einer platzsparenden Alternative zum Auto für den Transport schwerer Waren innerhalb der Stadt vertraut machen.

Impressionen vom Mobilitätstag 2025 finden Sie unter www.so-mobil.ch/mobilitätstag

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Oensingen

Selbstständig mobil und sicher unterwegs bleiben

Wer im Alter vom Auto zum öffentlichen Verkehr wechselt, wird mit einer völlig neuen Welt konfrontiert. Unterstützung erhalten SeniorInnen im Mobilitätskurs «mobil sein&bleiben» von so!mobil und Pro Senectute.

Dreizehn Seniorinnen und Senioren genossen am 6. September 2023 im Bienkensaal in Oensingen eine Weiterbildung zum Thema Mobilität. Während 3 ½ Stunden beschäftigten sie sich in einer Theorielektion und praktischen Übungen mit der Verkehrssicherheit, dem nationalen und regionalen Billettangebot und neuen technologischen Möglichkeiten im Billettkauf. Dabei standen ihnen ExpertInnen des öffentlichen Verkehrs und der Polizei mit Rat und Tat zur Seite. Besonders hilfreich erachteten die Seniorinnen und Senioren das Üben am SBB-Automaten. Denn die verschiedenen Funktionstasten des Automaten und die grosse Auswahl an Billetts können schnell für Verwirrung sorgen. «Ich habe heute gemerkt, dass ich seit Jahren zu viel für die ÖV-Billette bezahle, weil ich das Zonensystem noch nicht verstanden habe», erzählte eine Teilnehmerin, «Jetzt weiss ich, wie ich das richtige Billett kaufe.

Risiken im Strassenverkehr rechtzeitig erkennen

«Ich bin strikter Autofahrer, aber der Kurs heute hat mich zum Nachdenken angeregt. Vielleicht mache ich bald mal eine Zugreise.» Diese Aussage eines Kursteilnehmers scheint sehr repräsentativ für viele SeniorInnen zu sein. Denn mit dem Alter nehmen die Reaktionsfähigkeit und Sinneswahrnehmung deutlich ab. Einige SeniorInnen müssen deswegen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr wechseln. Dieser Schritt ist oftmals mit vielen Unklarheiten und Ängsten verbunden. Genau hier setzt der Mobilitätskurs «mobil sein&bleiben» an, den so!mobil (kantonales Programm für eine nachhaltige Mobilität) zusammen mit Pro Senectute im Kanton Solothurn organisiert. Die SeniorInnen lernen Strategien für ihren Alltag zu entwickeln, um selbstständig und sicher auf den Strassen und mit dem ÖV unterwegs zu sein. Bei einer inszenierten Vollbremsung mit dem Bus und Auffrischung einiger Verkehrsregeln vermögen die Teilnehmenden nun, Risiken im Strassenverkehr frühzeitig wahrzunehmen.

Als sich der Mobilitätskurs dem Ende neigt, zeigen sich die dreizehn Senior/-innen sehr zufrieden. «Der Kurs ist sehr informativ», sagte eine Teilnehmende. «Ich habe viel gelernt und konnte meine Fragen stellen.» Die nächsten Mobilitätskurse finden im Frühling und Herbst 2024 in den Energiestädten des Kantons Solothurn statt.