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Eltern begleiten Kinder während walk to school in Oensingen

Die 1. und 2. Klasse der Primarschule Oensingen nahmen an der diesjährigen VCS-Aktion «walk to school» teil. Vom 1. bis 14. September 2025 gingen sie jeden Tag selbständig zu Fuss zur Schule und wurden dabei oftmals von den Eltern begleitet.

Pünktlich um 9.00 Uhr trudelten die 166 Erst- und Zweitklässler der Primarschule Oensingen am Mittwoch, 24. September 2025 in der Aula ein, um zu erfahren, welche Klassen die meisten Punkte während der Aktion «walk to school» gesammelt hatten. Ein kreatives Programm mit Gesang, Tanz und Spiel bildete den feierlichen Rahmen der Preisverleihung. Die Schulleiterin Zoë Steffen begrüsste die SchülerInnen, indem sie verschiedene Kleidungsstücke anzog und die Kinder damit ermutigte, weiterhin bei jedem Wetter zu Fuss zur Schule zu kommen.

Rangverkündigung

Nach einem gemeinsamen Lied gratulierte Gemeindepräsident Fabian Gloor den SchülerInnen zu ihrer grossartigen Leistung und gab die Resultate bekannt. Den 3. Platz erreichte die Klasse 2c, indem sie 94.4 Prozent des Schulwegs zurückgelegt hatte. Den 2. Rang erklomm die Klasse 1d mit 96 Prozent und zuoberst aufs Podest schaffte es mit 99 Prozent die Klasse 1a. Alle Gewinnerklassen erhielten ein Zertifikat von so!mobil, dem kantonalen Programm für eine nachhaltige Mobilität und Organisator von walk to school im Kanton Solothurn. Da aber alle Klassen zusammen über 91 Prozent des Schulweges selbstständig bewältigt hatten, erhielten sie von der Gemeinde Oensingen einen Geldpreis geschenkt.

Malwettbewerb

Zu walk to school gehören auch immer Begleitaktionen. Dies können Ausflüge in die Natur sein oder die Teilnahme am nationalen Malwettbewerb. Die Primarschule Oensingen entschied sich dazu, die besten Zeichnungen intern zu prämieren, bevor sie an den VCS für den nationalen Wettbewerb geschickt wurden. Die drei SiegerInnen des Zeichnungswettbewerbs kamen aus den Klassen 2a und 2e. Sie erhielten alle ein kleines Geschenk.

Weniger Elterntaxis

Ziel von walk to school ist neben der Gesundheits- und Bewegungsförderung der Kinder auch der Rückgang von Elterntaxis. Oensingen verzeichnet jedes Jahr während walk to school weniger dieser Fahrdienste, was die Schulleitung sehr freut. «Viele Eltern haben ihre Kinder während der zwei Wochen zu Fuss zur Schule begleitet», erzählte Zoë Steffen, «Sie standen dann auch noch lange vor dem Schulhaus und haben miteinander geredet.» Scheinbar genossen die Eltern nicht nur den morgendlichen Spaziergang, sondern auch der Austausch mit anderen Eltern. Ein wunderbarer Nebeneffekt der Aktion, der aus Sicht der Schule, so!mobil und der Gemeinde gerne auch längerfristig bestehen bleiben darf. Eltern, die ihre Kinder regelmässig zur Schule begleiten möchten, können sich bei so!mobil über die Gründung  einer Pedibus-Linie informieren und erhalten viele nützliche Tipps sowie Unterstützung bei der Umsetzung (info@so-mobil.ch).

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Graffiti-Projektwoche Schulhaus Blumenfeld

Bunt und hell fanden Eltern und Kinder die einst düstere und voller unschöner Graffitis vollgesprayte Unterführung Blumenfeld-Kornfeld an der Vernissage vom 23. Mai 2025 vor. Zusammen mit Graffiti-Künstler Philipp Kummli hatten die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Blumenfeld die Unterführung während einer Projektwoche komplett umgestaltet.

Die Gemeinde Zuchwil setzt Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen als Kernelement des UNICEF-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» um. In den vergangenen Jahren durften die Kinder der Primarschulen Rückmeldungen zu ihrem Kindergarten- und Schulweg geben. Dabei nannten viele die Unterführung Blumenfeld – Kornfeld als Schwachstelle. Sie fühlten sich in der Unterführung unwohl, da sie diese als dunkel und unheimlich wahrnahmen. Ausserdem war die Sicht aufgrund der Kurve eingeschränkt. «Einige meiner Schülerinnen und Schüler äusserten Angst vor der Unterführung, weil sie nicht bis ans Ende sehen konnten», erzählte ein Lehrer, «Es war dunkel und sie hörten Geräusche, wussten aber nicht, wer oder was ihnen entgegenkam.»  Ein Schüler meinte, die Graffitis wirkten auf ihn wie ein Durcheinander und auch die Schimpfwörter fand er nicht cool. Aus diesen Gründen entschied die Gemeinde, die Unterführung gemeinsam mit den Kindern umzugestalten.

Graffitis sprayen

Jede Klasse durfte für eine Doppellektion die Spraydose in die Hand nehmen und unter Anweisung von Graffiti-Künstler Philipp Kummli Buchstaben oder Flächen sprayen. Bevor es ans Eingemachte ging, übten sie die richtige Spraytechnik an einer Übungswand. «Ich bin fasziniert, wie super die Kinder das machen», schwärmte Kummli, «Sie haben sehr schnell gelernt, konnten alles umsetzen und waren kreativ. Also von den Kleinsten, 1. bis 6. Klässler, ist riesiges Potenzial da.» An der Vernissage vom 23. Mai 2025 teilten die Kinder den Anwesenden strahlend mit, dass ihnen nebst dem Sprayen vor allem das aktive Mitgestalten der Unterführung am besten gefallen hatte. «Die Kinder hatten grosse Freude und waren sehr dankbar dafür», so Kummli, «Das Resultat ist unser Werk.»

Mit und für die Kinder

Als Drahtzieherinnen des Projekts seitens Gemeinde und KFG Zuchwil holten Juliette Vogel und Jeanine Riesen viele weitere Akteure für die Umgestaltung an Bord. Die AEK AG stattete die Unterführung mit einer zusätzlichen Beleuchtung aus. Metall-Werk Zürich AG montierte die Spiegel und Bordi AG übernahm die Malerarbeiten. Zudem sponsorte Bordi AG die Abdeckung der neuen Beleuchtung während der Sprayarbeiten. Vogel lobte die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und wünscht sich, dass noch weitere Unterführungen in Zuchwil mit und für die Kinder umgestaltet werden. Patrick Marti ist überzeugt, dass dieses Projekt auch andere Schulhäuser dazu animieren wird, ähnliche Projektwochen durchzuführen. Die nächsten Massnahmen zur Schulwegsicherheit in Zuchwil werden bauliche Massnahmen sein. «Auch dabei ist es wichtig, die Jugendlichen und Kinder miteinzubeziehen», so der Gemeindepräsident,  «Manchmal braucht es nicht so viel, wie wir Erwachsenen denken, damit es für die Kinder eine Verbesserung ist.» Die Unterführung Blumenfeld-Kornfeld ist das beste Beispiel dafür: «Dank der Spiegel sehen die Kinder nun, wer oder was auf sie zukommt», freut sich ein Lehrer, «Sie sehen endlich Licht am Ende des Tunnels.»

Wer sich einen Überblick zu den umgesetzten und geplanten Aktivitäten der KFG Zuchwil verschaffen möchte, findet im Rechenschaftsbericht 2023/2024 eine Zusammenfassung.

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Mit der Querungshilfe Amselweg sicher im Kindergarten ankommen

Zuchwil setzt sich aktiv für die Verbesserung der Schulwegsicherheit ein. Dabei berücksichtigt die Gemeinde die Rückmeldungen der Resultate aus der Schulwegbefragung 2019, um gezielte Massnahmen wie die «Querungshilfe Amselweg» zu realisieren.

Als Kinderfreundliche Gemeinde legt Zuchwil grossen Wert auf die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg. Im Jahr 2019 führte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit so!mobil eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern, Kindergartenkindern und Lehrpersonen durch, um gefährliche Stellen auf dem Schulweg zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden sorgfältig ausgewertet und flossen in die Planung von Sicherheitsmassnahmen ein. Eine häufige genannte Gefahrenstelle war der Bereich des Amselwegs, insbesondere die Querung zum dortigen Kindergarten.

Gefahr für Kinder bannen

«Kein Fussgängerstreifen, Kinder rennen bzw. fahren mit dem Trottinett direkt über die Strasse, zu viele Autos.» So beschrieben viele Kinder und Eltern die Gefahren beim Überqueren des Amselwegs in der Schulwegbefragung. Die Autos überschritten zwar selten das Tempolimit von 50 km/h. Aber für die Kinder war eine Überquerung, vor allem zum Kindergarten, trotzdem eine grosse Herausforderung. Das Einrichten einer Zone 30 war auf politischer Ebene nicht umsetzbar, da der Amselweg eine Sammelstrasse mit viel Verkehr zum Sportzentrum ist. Deshalb beschloss der Gemeinderat die Umsetzung einer neuen Fussgängerüberquerung an dieser Stelle. Diese Massnahme wurde in den Aktionsplan Kinderfreundliche Gemeinde aufgenommen und mithilfe von WAM Planer und Ingenieure AG umgesetzt.

Nachhaltige Fussgängerüberquerung

Im November 2024 fand die Eröffnung der Fussgängerüberquerung Amselweg statt. Da der Wunsch der Eltern und Kinder nach einem direkten Fussgängerstreifen zum Kindergarten aufgrund schlechter Sichtweiten nicht machbar war, installierte die Gemeinde eine Querungshilfe. Die Querungshilfe verengt die Strasse so, dass die Querungsdistanz für die Kinder deutlich kleiner ist und die Autos trotzdem problemlos kreuzen können. Nebst der neuen Querungshilfe gibt es für die Kindergartenkinder zwei Fussgängerstreifen, einer oben bei der Kreuzung und einer beim Schulhaus.

Die Energiestadt Zuchwil nutzte beim Bau der Querungshilfe die Gelegenheit, die bestehende Grünfläche neu nach dem Schwammstadtprinzip zu bewässern. Beim Schwammstadtprinzip wird das Regenwasser auf der Strasse nicht mehr kanalisiert, sondern zur Grünfläche geleitet, wo es im Boden versickert. Mit dieser einfachen Massnahme verdeutlicht die Gemeinde, dass sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit in jedem Bauprojekt beachtet und miteinbezieht.

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Sicher zu Fuss zur Schule gehen

Die Teilnahme an der VCS-Aktion Walk to School ermutigte die 432 Schülerinnen und Schüler des Primarschulhauses Oberdorf den Schulweg als Erlebnis wahrzunehmen. Sie knüpften soziale Kontakte, erkundeten auf eigene Faust die Welt und übten sicheres Verhalten im Strassenverkehr.

432 Kinder besuchen zurzeit die Primarschule Oberdorf in Oensingen. Morgens um 7.30 Uhr strömen sie aus allen Richtungen zum Schulhaus. Das selbstständige Zurücklegen des Schulweges ist für sie von zentraler Bedeutung. Hier pflegen sie nicht nur ihre Freundschaften, sondern sie wenden ihre Kenntnisse aus dem Verkehrskundeunterricht mit der Polizei praktisch an.

Von klein auf sicher im Strassenverkehr unterwegs sein

Schon im Kindergarten lernen Kinder sicheres Verhalten im Strassenverkehr an der Hand der Eltern. Schwierige Situationen werden gemeinsam eingeübt. In Oensingen organisieren sich die Eltern in sogenannten Pedibussen: Genau wie ein richtiger Bus verkehrt der Pedibus nach einem «Fahrplan» auf einer bestimmten Strecke und hat eigene «Fahrer». Bloss dass er sich eben zu Fuss fortbewegt und von den Eltern organisiert und unterhalten wird. Ab der 1. Klasse sollen Kinder ihren Weg eigenverantwortlich gehen dürfen. Alle Erstklässler erhalten von der Polizei Leuchtwesten, damit die jungen VerkehrsteilnehmerInnen sicher ankommen. Obwohl in Oensingen rund 80 Prozent der Kinder das ganze Jahr zu Fuss oder mit dem Rad zur Schule kommen, entstehen durch Elterntaxis immer wieder brenzlige Situationen und Verkehrsstaus. Die Lehrpersonen der Primarschule legen Wert darauf, dass die Kinder ihren Schulweg selbständig bestreiten können. Daher nahm die Schule auch in diesem Jahr wieder am Projekt «Walk to school» teil. Das Projekt wurde vom VCS ins Leben gerufen und soll der Nutzung von Elterntaxis entgegenwirken.

Fast 10’000 Kilometer zu Fuss während Walk to School

Während den zwei Aktionswochen gingen die Fahrdienste merklich zurück. An der Preisverleihung vom 26. September 2024 gratulierten Gemeindepräsident Fabian Gloor und die zuständige Projektmitarbeiterin von so!mobil den Kindern zu ihrem Erfolg und überreichten der Schule einen Geldpreis, der zur Hälfte von der Gemeinde und zur Hälfte von so!mobil finanziert wurde. Der Schülerrat entschied sich für die Anschaffung neuer Fussballtore für den Pausenplatz. Davon können alle profitieren. Die vier Klassen mit der besten «Laufquote» wurden durch Herrn Gloor geehrt. Das waren die Klasse 1a mit 98.8%, die Klasse 3a mit 98.4% und die Klassen 5a und 6b mit je 100%. Rechnet man die gelaufenen Schulwege der 3. bis 6. Klassen zusammen kommt man auf 9950 km. Darauf können die Kinder stolz sein! Sie feierten ihre Leistung bei einem gemeinsamen Abschluss in der Turnhalle.

Text und Bild: Jacqueline Berger