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Crowd-Solarprojekt an der Aare

 Der TCS Camping Solothurn geht einen grossen Schritt in Richtung nachhaltigen Tourismus. In Zusammenarbeit mit dem Berner Unternehmen Solarify entstehen auf zwei Dächern des Campingplatzes Solaranlagen, die künftig sauberen Strom für den Betrieb liefern. Das Besondere: Diese Woche erfolgt der Bau – und die Bevölkerung kann sich direkt an der Anlage beteiligen. 

Der nachhaltige Betrieb des Campingplatzes und des beliebten Restaurants Pier 11 ist für den TCS ein wichtiges Anliegen. Auf dem Gelände des TCS Camping Solothurn werden deshalb in diesen Tagen Solarpanels installiert. Sie versorgen den Campingplatz bald mit lokal produziertem Strom, der fast vollständig vor Ort verbraucht wird.

Gemeinsam für die Nachhaltigkeit

Doch das Projekt ist mehr als nur eine technische Aufrüstung: Es bietet der Bevölkerung sowie den Gästen die Chance, Teil der Energiewende zu werden und finanziell davon zu profitieren. Dank der Zusammenarbeit von TCS Camping mit Solarify können Interessierte über die Plattform einzelne Solarpanels unkompliziert erwerben. Damit leisten sie nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern erhalten alle drei Monate die Erträge aus dem Stromverkauf direkt auf ihr Bankkonto ausgezahlt.

Rechtzeitig zur Hauptsaison

Solarify übernimmt Planung, Bau, Versicherung und Betrieb der Anlage. Die Installation der gut 150 Solarpanels auf dem Campinggelände läuft diese Woche auf Hochtouren, damit die Anlage noch vor der Hauptsaison in Betrieb gehen kann. Mit einer installierten Leistung von rund 75 kWp entspricht die jährliche Stromproduktion etwa dem durchschnittlichen Verbrauch von 17 Haushalten. Dieser Solarstrom wird fast vollständig für den Campingbetrieb genutzt.
TCS Camping betreibt über 25 Campingplätze in der ganzen Schweiz. Der TCS Camping Solothurn befindet sich direkt am Ufer der Aare. Das Berner Unternehmen Solarify hat schweizweit bereits über 160 Solar- und Batteriespeicherprojekte mit über 2’100 Crowd-Investor:innen realisiert.

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3 energievolle Fragen an… Anton Kaufmann

In dieser Rubrik lassen wir Menschen aus Kultur, Sport und Gesellschaft zu Wort kommen – persönlich, pointiert und mit Haltung zu Klima, Energie und Nachhaltigkeit. Dieses Mal kommt Anton Kaufmann, Raumformer aus Solothurn, zu Wort: mit drei Antworten und einem ergänzenden Supplement.

«Ich brauche ein ausgeglichenes Klima, damit Schönes entstehen kann.»

I Was bedeutet «Klima» für dich – nicht nur draussen, sondern in der Werkstatt, im Team, beim Gestalten?

Ich brauche ein ausgeglichenes Klima, damit Schönes entstehen kann. Ein gereiztes Klima führt schnell mal zu unkontrollierten Entladungen, Chaos. Das kann auch seinen Reiz haben, braucht aber sehr viel Energie. Klare Ansagen/Aussagen sind bei uns sehr wichtig, so können wir auf interne Klimaveränderungen besser und gelassener reagieren.

II Wenn du dem Klimadiskurs einen neuen Begriff einschweissen könntest, welcher würde uns als Gesellschaft des Kantons Solothurn wirklich weiterbringen?

MUT, etwas zu wagen, Entscheidungen zu treffen; Mut, Verantwortung zu übernehmen. Mut, Dinge zu tun, die etwas bewirken können. Mut, sich über die eigene Klimazone hinauszutrauen. Und schlussendlich den Mut zu haben, einer Entscheidung zu vertrauen, auch wenn es nicht die eigene ist.

III Wie verändert sich dein Blick auf Energie, wenn du täglich mit Feuer arbeitest?

Energie ist bei uns täglich sehr sichtbar, in Form des Lichtbogens, den man beim elektrischen Schweissen zündet. Der Lichtbogen bringt die Stahlbleche unserer Feuerkugeln in Sekundenbruchteilen zum Schmelzen. Ein Schweisspunkt entsteht. Punkt für Punkt entsteht so aus Energie etwas zum Anfassen. Ein Gebrauchsgegenstand, der wiederum seine eigene Energie aussendet.

Supplement: Schweissen verbindet Metall –, was verbindet Haltung, Handwerk und Nachhaltigkeit?

Achtsamkeit …meiner inneren Haltung gegenüber, meinem Handeln und meinen Entscheidungen. Ich achte auf meine Möglichkeiten, frage mich, was ich noch lernen möchte, wo ich es auch mal stehen lassen darf. Achtsamkeit im Umgang mit Gefahren, Werkzeugen, Materialien und Ressourcen.

Schöne Dinge entstehen selten durch Berechnungen, man muss achtsam sein, zuhören, fühlen, entscheiden.

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3 (energievolle) Fragen an… Romano Mombelli

In unserer neuen Rubrik lassen wir Menschen aus Kultur, Sport und Gesellschaft zu Wort kommen – persönlich, pointiert und mit Haltung zu Klima, Energie und Nachhaltigkeit. Zum Auftakt erzählt Romano Mombelli, Open-Water-Schwimmer aus Solothurn, über „Fütterungen“ und Müllhalden im Ärmelkanal, motivierende Whiteboards und den Versuch, negative Energie einfach zu umschwimmen… und gönnt uns sogar eine Extrarunde mit einer vierten Antwort.

I Was ist für Dich echte Energie – im Wettkampf, im Training, im Alltag?

Positive Energie! Lichtblicke im Freiwasserschwimmen sind jene Momente, in denen ich etwas zu Trinken oder Essen kriege – meist in liquider Form – im Abstand von 30 bis 45 Minuten. Diese Momente werden im Fachjargon «Feedings» genannt, auf Deutsch «Fütterung», wie bei Seehunden, Robben oder Delfinen in amerikanischen Freizeitparks. Die Nahrungsmittel werden mir mit einem so genannten «Feeding Stick», einer Teleskopstange mit Körbchen, in Wasser gereicht. Denn ich darf mein Begleitboot, mein schwimmender Anker während der Durchquerung, zu keinem Zeitpunkt berühren – Kanalregel.

Von Zeit zu Zeit feuert mich mein Team auf dem Begleitboot an und hebt ein beschriebenes Whiteboard mit motivierenden Inputs in die Höhe. Dies klingt vielleicht nach einem unwichtigen Detail, aber nach vielen Stunden im kalten Nass ohne jede optische Stimulation können motivierende Worte und eine informative weisse Tafel einem teils mehr Kraft geben als eine liquide Mahlzeit.

Im Alltag geben mir eine ausgewogene Ernährung und ein stabiles soziales Umfeld die nötige Energie, um Training und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Negativer Energie – Pessimismus, Unzufriedenheit, Missgunst und Eifersucht – versuche ich stets aus meinem Lebensalltag zu verbannen, in dem ich sie zu umschwimmen versuche.

II Spitzensport und Nachhaltigkeit: Geht das unter eine Badekappe? Und wenn ja – wie?

Teils. Im Alltag bin ich ausschliesslich mit dem ÖV oder dem Fahrrad unterwegs. Ich besitze kein Auto und wohne bescheiden in einer 1-Zimmerwohnung. An die meisten europäischen Events reisen wir auf Kosten der Regeneration zugunsten des Klimas mit der Bahn an. Ein Reisetag ist aus sportlicher Perspektive kein Erholungstag und die Verspätungen – insbesondere jene der Deutschen Bahn (DB) – müssen kurz vor dem Wettkampf eingesteckt und akzeptiert werden. Sich darüber zu echauffieren bringt nichts. Eine radikale Akzeptanz ist vonnöten – sich über Verspätungen enervieren, ist verschwendete, negative Energie. Wenn die fahrplanmässige Reise zum Wettkampfort 10 bis 12 Stunden mit der Bahn in Anspruch nimmt, fliegen wir. Denn letztlich will ich auf dem Siegertreppchen stehen und dies ist nur mit einer perfekten Vorbereitung und der nötigen Erholung realisierbar. Dies schulde ich auch meinen Sponsoren und Supporter:innen, denn ohne diese wären meine waghalsigen Ambitionen Luftschlösser.

III Wenn Du eine Botschaft in den Pool der Gesellschaft schicken könntest: Was wäre Deine persönliche Message zum Thema Klima?

Die Klimaerwärmung ist in vollem Gange und darf nicht verleugnet werden. Unsere Weltmeere sind vermüllt – eine schwimmende Müllhalde. Im Ärmelkanal bin ich gegen Europaletten und andere Abfälle geschwommen. Die gezüchteten südenglischen Austern – ausgezeichnete Wasserfilter – im Hafen von Folkestone rochen auf dem Teller nach Frachtschiff im Kanal – nach Diesel und Öl. Ungeniessbar. Immer wieder schwimme ich in Minenfelder von Quallen, da sie über keine natürlichen Fressfeinde wie beispielsweise den überfischten Thunfisch mehr verfügen, daher: Verzichtet auf den Kauf von Thunfisch – der Artenvielfalt in unseren weiten Ozeanen sowie Euren künftigen Ferien am Meer zuliebe. Denn sonst baden wir in zehn bis zwanzig Jahren nur noch im Hotelpool aufgrund der jährlichen Quallen-Plagen. Mein Sport, wie ich ihn heute ausübe, wird in spätestens zwanzig Jahren nur noch mit Neoprenanzug möglich sein.

Supplement: Wenn Energie sichtbar wäre – wie würde Deine im Wasser aussehen?

Energie ist überall. Ich bin Teil eines Energiesystems. Ich nehme sowohl vom Wasser (Wellengang, Gezeiten usw.) und seinen Meeresbewohnern als auch von meinen Mitmenschen auf dem Begleitboot Energie auf und gebe welche an sie ab. Das Meer – die Natur, ist die stärkere Energie, da sie mich durch die Gezeiten und mit vielen weiteren Faktoren beeinflusst, über welche ich mit eigener Energie nur partiell Kontrolle erlangen kann. Ich kämpfe nicht gegen die Natur an oder will sie bezwingen, sondern muss mit ihr harmonieren, damit ich ans Ziel gelange.

Mehr zu seiner nächsten grossen Schwimm-Aktion:

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Zuchwil macht den ersten Platz beim Umweltrating

2022 machten die 14 Solothurner Gemeinden beim ersten Umweltrating von WWF und VCS Solothurn mit. Die Energiestadt GOLD Zuchwil belegte dabei den 1.Platz mit einem Erfüllungsgrad vom 80%.

Die Energiestadt GOLD Zuchwil kann sich freuen: Sie belegt im ersten Umweltrating im Kanton Solothurn den 1.Platz. In den Bereichen Mobilität, Energie sowie Natur- und Landschaftsschutz erreicht sie insgesamt ein Erfüllungsgrad von 80%. Dies liegt deutlich über dem Durchschnitt aller beteiligten Energiestädte von 50%. Die ausserordentliche Leistung der Energiestadt GOLD wurde Dank des grossen Engagements vieler Akteure aus Politik, Verwaltung und Vereinen in der Durchführung etlicher Projekte erzielt.

Die Energiestädte des Kanton Solothurn schneiden im Vergleich zu Gemeinden ohne Label besser ab (siehe Tabelle).

Bewertung der Umweltbereiche

Der WWF und VCS Solothurn werteten anhand eines Fragebogens sämtliche Umweltbereiche und deren Erfüllungsgrad aus: Mobilität (öffentlicher Verkehr, Fuss- und Veloverkehr, motorisierter Individualverkehr, Kommunikation), Energie (Energiestrategie, Energiemix, Energieeffizienz, Kommunikation) und Natur- und Landschaftsschutz (weitere Umweltbereiche).

Im Bereich «Mobilität» erfüllt Zuchwil 73% der Kriterien und belegt dort den 3. Rang. Positiv auf das Resultat ausgewirkt hat sich das umweltfreundliche Mobilitätsmanagement der Gemeinde. Als Träger des Programms so!mobil (www.so-mobil.ch) und Beteiligung am Projekt smart!mobil setzt sich die Energiestadt GOLD massgeblich für eine nachhaltige und effiziente Mobilität im Kanton Solothurn ein. Weiter bietet die Gemeinde ihren Mitarbeitenden drei E-Bikes für Dienstfahrten an und besitzt ein Konzept zur energieeffizienten und fossilfreien Beschaffung von Gemeindefahrzeugen. Zudem hat die Energiestadt flächendenkende Tempo 30 Zonen, wodurch der Anteil verkehrsberuhigter Strassen im Siedlungsgebiet bei 100% liegt.

Im Bereich «Energie» sowie Natur- und Landschaftsschutz belegt Zuchwil Zuchwil mit 85% und 84% den 1. Rang im Kanton Solothurn. Dennoch kann sich die Energiestadt GOLD gerade beim Thema Energie noch steigern. Beispielsweise liegt der Anteil energetisch sanierter Gebäude im Gemeindebesitz nur bei 15%.

Einen Überblick gewinnen

Dank des Umwelt-Gemeinderatings verfügen die Solothurner Gemeinden nun über einen Überblick, in welchen Umweltbereichen sie ihr Potenzial bereits ausschöpfen und wo noch Handlungsbedarf besteht. «Diese erste Erhebung in Solothurn ermöglicht eine Auslegeordnung zum Stand der Dinge. Die Gemeinden sollen die Resultate nutzen, um weiterführende Schritte zu unternehmen und ihre individuelle Umweltperformance zu steigern», empfiehlt Christoph Schauwecker, Präsident des VCS Solothurn.

Medienmitteilung WWF und VCS Solothurn

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Grenchen Netzwerk Energiestadt Kt. SO

Der «Smart Energy Coach» soll die Bevölkerung zum Energiesparen animinieren

Gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern entwickelt der Verein Smart City Lab Grenchen eine innovative App. Der «Smart Energy Coach» visualisiert die Energiedaten des eigenen Smart Meters. Die spielerischen Elemente der App animieren zum Energie sparen.

Wenn es um die intelligenten Stromzähler geht, gehört Grenchen zu den Vorreitern. Als einer der ersten Energieversorger in der Schweiz hat die SWG flächendeckend solche Smart Meter installiert.

Diesen Vorsprung will der Verein Smart City Lab Grenchen nun nutzen, um die Bevölkerung zum Energiesparen zu animieren. Er entwickelt den «Smart Energy Coach» – eine technische Lösung zum Visualisieren der Energiedaten der Smart Meter. Auf einer benutzerfreundlichen App können die Grenchnerinnen und Grenchner ihr detailliertes Nutzungsprofil ansehen und ihren Energieverbrauch beobachten. So werden sie für die eigene Energienutzung sensibilisiert. Basierend auf ihren Energiedaten erhalten sie in der App individuelle Spartipps.

Spielerisch sparen

Das allein genügt aber noch nicht, um die Bevölkerung dauerhaft zum Energiesparen zu bewegen. Denn erfahrungsgemäss nimmt das Interesse an den eigenen Energiedaten nach kurzer Zeit ab. Deshalb wird der «Smart Energy Coach» die Nutzerinnen und Nutzer regelmässig zum Energiesparen anstupsen und auf spielerische Elemente setzen, etwa aufs Punktesammeln und auf Wettbewerbe.

Wichtiger Community-Gedanke

Das Projekt «Smart Energy Coach» ist eine Kooperation des Vereins Smart City Lab Grenchen mit der Stadt Grenchen, der SWG und der GAG. Um es noch breiter abzustützen, können sich auch interessierte Bürgerinnen und Bürgern an der Entwicklung beteiligen. Als Teil einer «Energy Community» bringen sie ihre Anforderungen an die App ein und testen die Funktionalitäten der Prototypen, etwa die spielerischen Elemente und die individuellen Handlungsempfehlungen. Geplant sind drei bis vier Workshops mit 25 bis 30 Teilnehmenden. Dabei sind auch Personen ohne technisches Fachwissen willkommen. Interessierte können sich unter www.smartcitylabgrenchen.ch anmelden.

«Wegen der rekordhohen Energiekosten und der drohenden Energiemangellage in den kommenden Wintern ist das Energiesparen wichtiger denn je. Mit dem ‹Smart Energy Coach› wollen wir dazu beitragen, dass das Sparpotenzial in Grenchen besser ausgeschöpft wird», sagt Sascha Nussbaumer, Präsident Verein Smart City Lab Grenchen. Bereits überzeugt hat der «Smart Energy Coach» die Verantwortlichen von EnergieSchweiz. Das Programm des Bundes unterstützt das Projekt mit 60’000 Franken.

Weitere Auskünfte erteilt: Sascha Nussbaumer, Präsident Verein Smart City Lab Grenchen, Tel. 032 520 80 08

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Grenchen Netzwerk Energiestadt Kt. SO

Was leisten die Solothurner Gemeinden beim Umweltschutz?

Das erste Umwelt-Gemeinderating von WWF und VCS Solothurn liefert Einblicke in die Umweltperformance der grössten Solothurner Gemeinden. Diese leisten bereits einiges – es bleibt aber Luft nach oben, vor allem im Energiebereich.

WWF und VCS Solothurn haben die 17 grössten Gemeinden des Kantons zu den Themen Mobilität, Energie und Natur- und Landschaftsschutz befragt. Hier sind die Handlungsoptionen für die Kommunen am grössten. Im Gesamtdurchschnitt erreichten die Gemeinden 50% der möglichen Punkte. Zuchwil wies mit 80% den höchsten Erfüllungsgrad auf, gefolgt von den Gemeinden Solothurn (75%), Grenchen (74%) und Olten (55%). Vor allem grosse Gemeinden, die über das Label Energiestadt verfügen, erreichten im Rating eine hohe Punktzahl. Beim Natur- und Landschaftsschutz leisten die Gemeinden bereits viel. Im Bereich Energie gibt es dagegen in den meisten Gemeinden noch größeren Handlungsbedarf. Hier wurden im Schnitt nur 36% der möglichen Punkte erreicht.

Das Rating bietet eine Übersicht, was die Gemeinden bereits im Umweltbereich leisten und zeigt auf, wo es Entwicklungspotenzial gibt. Es eröffnet den Gemeinden zudem eine Plattform, um sich gegenseitig auszutauschen und von den Strategien und Best-Practice Beispielen der anderen zu profitieren.

«Diese erste Erhebung in Solothurn ermöglicht eine Auslegeordnung zum Stand der Dinge. Die Gemeinden sollen die Resultate nutzen, um weiterführende Schritte zu unternehmen und ihre individuelle Umweltperformance zu steigern», zieht Christof Schauwecker, Präsident des VCS Solothurn, Bilanz.

Dass noch mehr möglich ist, zeigt auch der Vergleich mit dem Kanton Bern. Dort wurde 2022 das Umwelt-Gemeinderating bereits zum vierten Mal durchgeführt. In Bern lag der durchschnittliche Erfüllungsgrad bei 72% und somit deutlich höher als in Solothurn.

«Das Umwelt-Gemeinderating hat in Bern einiges ins Rollen gebracht. Die Gemeinden haben sich während den vier Erhebungen stetig gesteigert. Sie erhalten mit dem Rating einen Ansporn, sich zu verbessern und konkrete Anhaltspunkte, um weitere Maßnahmen zu realisieren», schätzt Iris Erdiakoff, Projektleiterin des Umwelt-Gemeinderatings in Solothurn, die Lage ein.

Auch wenn die Resultate aus Bern nicht 1:1 vergleichbar sind aufgrund unterschiedlicher struktureller und politischer Voraussetzungen in den beiden Kantonen, können sie als Richtschnur herangezogen werden, wohin die Entwicklung gehen kann.

Die Beteiligung der angefragten Gemeinden am Rating in Solothurn war hoch. 14 von insgesamt 17 Solothurner Gemeinden haben am Rating teilgenommen.

«Diese hohe Beteiligung ist erfreulich und zeigt, dass sich die Gemeinden aktiv in der Umweltpolitik engagieren und sich für eine gute Lebens- und Umweltqualität einsetzen wollen. Wir danken den Gemeinden für ihren geleisteten Einsatz!» sagt dazu Benjamin Walter, Vorstand des WWF Solothurn.

Die gesamte Studie ist auf den Webseiten des WWF Solothurn und des VCS Solothurn aufgeschaltet:
www.wwf-so.ch
www.vcs-so.ch

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Oensingen

Gemeinsam Energie sparen

Eine sichere Energieversorgung ist sowohl für die Bevölkerung wie für die Wirtschaft in der Schweiz von zentraler Bedeutung. Der Krieg in der Ukraine führt dazu, dass Energie knapp wird – auch bei uns, da wir in hohem Masse von Energielieferungen aus dem Ausland abhängig sind.

Für den Winter 2022/23 steht die Versorgung mit Gas und Strom vor grossen Herausforderungen. Um einer Krise entgegenzuwirken, will der Bundesrat die Versorgungssicherheit rasch erhöhen. Eine Massnahme ist die Kampagne nicht-verschwenden.ch. Denn kurzfristig wirksame Sparmassnahmen und Betriebsoptimierungen auf freiwilliger Basis leisten einen relevanten Beitrag zur Sicherstellung der Energieversorgung im kommenden Winter.

Die Kommission Energiestadt Oensingen unterstützt das Engagement des Bundes für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung. Und wir wollen aktiv mithelfen, Energie effizienter und sparsamer zu nutzen.

Sind auch Sie dabei?
Gemeinsam können wir zu einer Entschärfung der Lage beitragen – als Privatpersonen, als Unternehmer sowie als Multiplikatoren.

Zuversichtliche Grüsse und herzlichen Dank!

Christoph Schaer
Präsident Kommission Energiestadt

Heizung optimieren
Die nächste Heizperiode naht. Heizungsfachleute werden mit ihrem Fachwissen besonders gefragt sein. Die Dokumentation von EnergieSchweiz zum Thema Einstellung der Heizkurve soll Sie bei Ihrer Tätigkeit unterstützen.

Link zur Dokumentation

Sparen im Haushalt
Mit 3.9 Millionen Privathaushalten in der Schweiz ist das Energiesparpotenzial immens. Lassen Sie sich von den Tipps inspirieren und verschwenden Sie auch zu Hause weniger Ressourcen und Geld.

Stromspartipps für Privathaushalte

Sparen im Unternehmen
Ob als Dienstleistungs- oder Industriebetrieb: In jedem Unternehmen schlummert Energiesparpotenzial. Informieren und sensibilisieren Sie bitte auch Ihre Belegschaft.

Spartipps für Unternehmen

Sensibilisieren
Im Downloadportal und im Shop für Bundespublikationen finden Sie gedrucktes Infomaterial, vorgefertigte Beiträge für Ihre Social-Media Kanäle und Webseite sowie weitere Werbemittel. So machen Sie Ihr Engagement auch für Ihre Kunden sichtbar.

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